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Intelligenter Arbeiten mit Personal Knowledge Mastery (PKM)


Von Harold Jarche und ursprünglich auf Jarche.com veröffentlicht

Dies ist ein Auszug aus einem Artikel mit dem Titel: Intelligentes Personal Knowledge Mastery (PKM). Diese Arbeit wird unter einer Creative Commons-Namensnennung – Nichtkommerziell – Lizenz zum Teilen – CC-BY-NC-SA1 geteilt. 

Das vollständige Papier befasst sich mit einem Problem, das für selbstverwaltete Teams in Teal-Organisationen sehr relevant ist. Wie ist dieser Prozess Ihrer Meinung nach subversiv gegenüber den gängigen aktuellen Verwaltungsmethoden?

Die sich verändernde Natur der menschlicher Arbeit

In den letzten Jahrhunderten haben wir menschliche Arbeit eingesetzt, um das zu tun, was Maschinen nicht können. Zuerst holten uns die Maschinen ein und übertrafen die Menschen mit ihrer rohen Gewalt. Jetzt übertreffen sie uns mit ihrer brachialen Intelligenz. Es gibt nicht mehr viel mehr Bedarf an maschinenähnlicher menschlicher Arbeit, die routinemäßig, standardisiert oder brachial ist.

Bestimmte langfristige Fähigkeiten können uns jedoch helfen, mit unseren Mitmenschen in Kontakt zu treten, um zu lernen und Innovationen zu entwickeln – Neugier, Sinneswahrnehmung, Zusammenarbeit und neuartiges Denken.

Die Automatisierung von routinemäßiger und standardisierter Arbeit zwingt die Menschen zu mehr nicht-routinemäßiger manueller und kognitiver Arbeit. Wenn irgendeine Arbeit abgebildet und analysiert werden kann, wird sie automatisiert. In dem Maße, wie nicht-routinemäßige Arbeit zur Norm wird, müssen die Arbeitsumgebungen offener, transparenter und vielfältiger werden, denn Vertrauen ist absolut notwendig, um sicherzustellen, dass Wissen fließt.

Die richtigen Informationen zu finden, ist nur ein Teil der Herausforderung der nicht-standardisierten Arbeit. Der Austausch von komplexem Wissen erfordert vertrauensvolle Beziehungen. Die Menschen müssen einander vertrauen, bevor sie teilen, und nur dann können sie effektiv an schwierigen Problemen arbeiten und sachkundige Maßnahmen ergreifen.

Standardisierte Industriearbeit konzentrierte sich auf die Reduzierung von Fehlern, um die Qualität ähnlicher Produkte und Dienstleistungen sicherzustellen. Dies ist in der Fertigung nach wie vor wichtig, obwohl die Produktionslinien häufig kürzer sind und die Nachrüstung heute häufiger erfolgt. Eine Fehlerreduzierung reicht jedoch nicht aus. Wir müssen auch die Einsichten verbessern.

2010 veröffentlichte Jay Cross – Futurist und Verfechter des informellen Lernens – mit seinen Kollegen von der Internet Time Alliance das Working Smarter Fieldbook.

Intelligenter arbeiten ist nicht schneller oder effizienter. Bei intelligenterer Arbeit geht es darum, Erkenntnisse zu gewinnen.

„Visualisieren Sie den Workflow eines physischen Jobs: Produzieren, Produzieren, Produzieren, Produzieren, Produzieren, Produzieren, Produzieren, Produzieren, Produzieren.

Stellen Sie sich jetzt den Workflow eines kreativen Wissensarbeiters vor: nichts, nichts, nichts, nichts, ein Blitz der Brillanz, nichts, nichts, nichts. “ Jay Cross (1944-2015)

Ein Fokus auf die Reduzierung von Fehlern setzt voraus, dass eine Arbeitsumgebung kompliziert ist – die Produktion. Ein Fokus auf die Verbesserung von Erkenntnissen versteht jedoch, dass die meisten Arbeitsumgebungen, an denen Menschen beteiligt sind, komplex sind – Kreativität und Innovation. Was sollten Wissensarbeiter zwischen Brillanzblitzen tun? Sie sollten sozial und informell lernen, um zu sehen, was andere nicht tun.

Informelles und soziales Lernen bedeutet, unsere individuelle Arbeit mit unseren Teams, Gemeinschaften und Netzwerken zu verbinden. Es erfordert, unsere Neugier zu schärfen und nach verschiedenen Perspektiven und Ideen zu suchen. Es braucht mehr als individuelle Sinneswahrnehmung, um komplexe Situationen zu verstehen. Deshalb müssen wir andere finden, um unsere Annahmen in Frage zu stellen und am Rande unserer beruflichen Fähigkeiten zu lernen.

Vor allem aber müssen wir das Gelernte nutzen, um Herausforderungen zu lösen und gemeinsam Wert zu schaffen. Dabei teilen wir uns kontinuierlich, um unsere Communities und Netzwerke widerstandsfähiger zu machen und fundiertere Entscheidungen treffen zu können. Diese Disziplin ist persönliche Wissensbeherrschung (Personal Knowledge Mastery).

Anmerkung: Der Rest des Dokuments befasst sich mit dem Finden und Teilen von Informationen und dem persönlichen Wissensaustausch (PKM) in der Praxis.

Das vollständige Papier können Sie hier lesen

Neuauflage unter Creative Commons Lizenz.

Neue Studie über Wissensarbeit von Hays


leader-2206099_640Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind auf Seite 24 zusammengefasst:

  • Wissensarbeiter werden noch viel zu sehr durch Routinearbeit blockiert
  • Übertriebene Spezialisierung verhindert den Blick über den Tellerrand und damit langfristig die Beschäftigungsfähigket
  • Viele Wissensarbeiter entwickeln ihre Kompetenzen in Eigenregie, da die Unternehmen hierfür zu wenig Unterstützung bieten

Das heisst:

Immer mehr Führungskräfte verstehen nicht mehr, wie ihre Mitarbeiter als Wissensarbeiter wirklich arbeiten, was sie zum Erfolg brauchen und wie sie sich optimal weiterentwickeln.

und

Viele Führungskräfte sind durch das Tagesgeschäft mit viel zu vielen Meetings und Emails in der Routinearbeit versunken und glauben, dass auch ihre Mitarbeiter genauso arbeiten wie sie selbst.

Download der Studie hier

Source: Neue Studie über Wissensarbeit von Hays

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