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Beiträge mit Schlagwort ‘Frederic Laloux’

Holacracy: nicht sicher genug, um es zu versuchen?


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von Melissa Wiltsey O’Mara (übersetzt, Quelle: facebook)
[ Dies ist ein Kommentar zu dem Artikel: Holacracy: not safe enough to try ]

 

Ich las diesen Artikel, während mein Team versucht sich gemäss Holacracy zu organisiseren. Einiges scheint mir sehr wahr zu sein und bestätigt einige meiner Bedenken über Holacracy. Holacracy scheint sehr auf die rechte Seite des Integralen Modells (externe individuelle und externe kollektive – Verhaltensweisen, Werkzeuge, Prozesse) zu fokusieren und achten nicht auf die Innerlichkeiten (Werte, Überzeugungen, Motive), Einzelpersonen oderKollektive (Teams / Orgs).

Ich weiss, dass Gertraud Wegst Holacracy erfolgreich in ihre „appreciate inquiry“ Beratung integriert hat und das schon seit vielen Jahren. Ich glaube mit der richtigen Balance und einem menschlichen Ansatz kann es erfolgreich sein. Ich glaube es hängt davon ab wie die Führung gelebt wird und von der Person der Innovators, der Quelle. Wir benutzen den Begriff „Führer sein“ in PresenceAtWork  um zu bezeichnen, wer wir sind, welche Eigenschaften und Fähigkeiten wir in den Raum bringen anstatt „Führer tun“ – was wir tun .

Otto Scharmer erwähnt diese Punkte in seinem Artikel The Blind Spot of Leadership „Ich entdeckte diesen blinden Fleck zuerst, als ich mit dem ehemaligen CEO von Hannover Insurance, Bill O’Brien, sprach. Er sagte mir, dass seine größte Einsicht nach Jahren des Durchführens von Projekten des organisationalen Lernens  und die Begleitung von Veränderungen im Unternehmen war, dass „der Erfolg einer Intervention von dem inneren Zustand des Intervenor abhängt.“ Dieser Satz schlug sofort ein. Was zählt, dämmerte es mir, ist nicht nur das, was Führungskräfte tun und wie sie es tun, sondern aus welchem „inneren Zustand“, aus welchem inneren Ort sie aus arbeiten. “

Und Frederic Laloux erwähnt dies auch als kritischer Erfolgsfaktor in Reinventing Organisations: Eine Organisation wird nicht fähig sein, sich über den Level der Entwicklung des CEO hinaus zu entwickeln und wenn sie von einem Vorstand geleitet wird nicht über das Niveau des Vorstand selbst.

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Illustrierte Version von Reinventing Organizations


Sie haben wahrscheinlich gehört, dass vor ein paar Tagen , eine illustierte Version von Reinventing Organisationen veröffentlicht wurde. Frederic Laloux hat ein kurzes Video, das Sie mehr über das Buch erzählt aufgenommen … und zeigt Ihnen einiges, was drin ist!

Was ist mit diesem Buch das Besondere ist, dass es nicht das gleiche Buch mit ein paar Bilder ist. Und es ist nicht einfach ein Comic-Buch. Es ist ein neues Format, das wir erfunden haben, und es bewog Frederic Laloux das Buch von Anfang bis Ende neu zu schreiben. Das Video sagt mehr darüber.
Das Buch ist bereits von den großen Online-Händlern wie Barnes & Noble und Amazon erhältlich und macht seinen Weg über die Vertriebskanäle des Buchhandlungen in die ganze Welt.

Englische Version (jetzt verfügbar,  der Preis auf Amazon ist zu hoch)

Deutsche Version (ab 1. November 2016)

 

Frederic Laloux beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016 in Oberursel (auf Deutsch)


Eine Stimme zu diesem Beitrag:

Der Vortrag von Frederic Laloux „wie sich lebendige, vitale Organisationen schaffen lassen …“ beim Lernforum Großgruppenarbeit 2016 fand ich genial.

Der Eintrag bei einem Diskussionsforum zeigt als Beispiel, wie sich Sozialarbeitende fühlen, wenn sie nicht den Zugang zum Selbstmanagement oder zur Selbstsorge gefunden haben:

„Nach über 20 Jahren habe ich keine Motivation mehr. Die Luft ist raus. Auch die vielen befristeten Teilzeitstellen die es vor 10-15 Jahren kaum gab kotzen mich an. Die Entwertung meines Abschlusses ist entwürdigend.“

Die Anregungen bei dem Vortrag von Frederic Laloux kommen meines Erachtens zur rechten Zeit. Akut herrscht echter Fachkräftemangel bei Sozialarbeitern, Erziehern usw., extreme Arbeitsverdichtung und Preiskämpfe auf dem „Dienstleistungsmarkt der soziale Arbeit“. Ich plädiere dafür, das WIR gut ausgebildeten sozial Arbeitenden uns neues Handwerkszeug für die Selbstkompetenz, als auch für die Umstrukturierung der Organisationsführung aneignen. Die Kliniken Heiligenfeld (Klinikgruppe mit dem Schwerpunkt psychosomatischer Behandlung) und das niederländische Unternehmen „buurtzorg“ (Häuslicher Pflegedienst) sind da gute Vorbilder. Ich glaube, dass eine Öffnung zu INNOVATIVEN Sichtweisen, Konzeptentwicklungen mit denMitarbeitenden und deren Umsetzungen unabdingbar sind, damit die Sozialarbeitenden und die sozialen non-profit Organisationen eine Chance haben, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden.

Quelle: Youtube

Holacracy: der heilige Gral?


 

Während es wie eine neue anthroposophischen Bewegung oder die neueste, innovative Formen der Führung klingen mag, ist Holacracy tatsächlich eine sehr praktische Betriebssystem für Organisationen. Wollen Sie wissen, was es genau bedeutet ? Lesen Sie das  Wiki über Holacracy .

Zappos und Holacracys

Anfang Oktober erschien eine faszinierender langer Artikel  in der amerikanischen Zeitschrift The New Republic.Es erzählt die Erfolgsgeschichte des Online-Schuhladen Zappos, die vor kurzem für 1,2 Mrd. an Amazon verkauft wurde. Dieser Erfolg ist nicht nur auf die große Sammlung von Turnschuhen oder einer strengen Geschäftsmodell zurückzuführen, sondern vor allem für die Governance Modell Holacracy. Der Artikel gibt nicht nur ein klares Bild von Holacracy und über die neue Bewegung in Organisationsphilosophie – mit Frederic Laloux als geistiger Führer, sondern bietet auch eine Einblicke in die weitreichenden Veränderungen in einer großen Organisation mit Tausenden von Menschen und die Auswirkungen, die dies auf die Mitarbeiter hat.

Holacracy bei Zappos scheint in der Tat der heilige Gral zu sein. Zumindest für CEO Tony Hsieh. Vor drei Jahren führte er das Management-Modell ein und im vergangenen März, verschickte er eine E-Mail an die gesamte Organisation mit der Ankündigung , das ab sofort die Funktion des People_Manager verschwindet.Für ihn ist Holacracy nicht das Ziel, sondern ein Mittel. Um so eine  „Teal“ zu Organisation zu werden, innovativ, dynamisch und voller Spaß und „Zweck“.

Wer das Buch The Circle von Dave Eggers gelesen hat, wird die Beschreibung von Zappos unheimlich vertraut sein. Die extreme „Einer-für-alle, alle-für-einen-Mentalität“, die diesen Roman beschreibt, ist auch erkennbar in der Geschichte über Zappos. Mitarbeiter bei Zappos so sagen Enthusiasten sprechen nicht über eine Integration von Beruf und Familie, sondern über eine Trennung zwischen Arbeit und Zuhause. Sie haben alles, um sich selbst zu organisieren. Auch über eine mögliche Gehaltserhöhung,entscheiden sie letztendlich selber.Auf diese Weise scheint Holacracys  eine Art zu sein, das Überleben des Stärkeren zu sichern. Wie frei sind die Mitarbeiter bei Zappos?

Die Geschichte über Zappos ist sehr interessant, aber es juckt auch.

Springest und Gemeinde Venlo

In den Niederlanden hat Holacracy nun auch ein Standbein erhalten . Vor zwei Wochen erschien ein Porträt in nieuworganiseren.nu über Springest . Sie sind die erste Organisation  in den Niederlanden, die mit Holacracy arbeiten. Es erwies sich das dieses System genau die Flexibilität bietet, die sie für ihre Organisation suchten. Sie waren die Startup-Phase und um da herauszukommen suchten sie einen anderen Ansatz im Unternehmen. Ruben Timmerman sieht jedoch Holacracy nicht als Heilige Gral und betont, dass es nicht sinnvoll für alle Organisationen ist. Es ist eine flexible Arbeitsweise, die in ein paar Jahren sehr anders aussehen kann als  jetzt.

Nicht nur moderne, schnelle Neu-Gründungen nehmen Holacracys . Auch die Kommunikationsabteilung der Gemeinde Venlo  benutzt diese Management-Modell. Nach einer Reihe von Umstrukturierungen in der Gemeinde hat die Kommunikationsabteilung beschlossen voll und ganz die  Ruder herumzuwerfen und sich von der Top-down-Steuerung, Überwachung und Kontrolle zu verabschieden. Nicht nur ein Erfolg, sondern harte Arbeit. Es betraf nicht die ganze Gemeinde Venlo, sondern nur die Kommunikationsabteilung und damit ist es schwierig, die Auswirkungen von Holacracy auf die ganze Organisation zu bewerten.

So strickt scheinen die Organisationen in den Niederlanden Holacracy  nicht zu  folgen. Es ist eher ein Leitfaden als ein Dogma. Im Wesentlichen ist Holacracy auch ein kommerzielles Produkt: ein System von Regeln, und wo die Planung und Vereinbarungen durchgeführt werden müssen, sind sie aufgezeichnetet in Glass Frog , ein Programm des Schöpfer von Holacracy, Brian Robertson. Holacracy ist nicht so sehr eine Bewegung, Philosophie oder eine Idee des Arbeitsplatzes, sondern ein  Werkzeug Organisationen zu helfen, effizienter zu arbeiten.

Was ist Holacracy und was kann es für Unternehmen bedeuten? Der heilige Gral, gutes Marketing oder eine der vielen neuen Ideen? Was denken Sie darüber?

Quelle: http://www.nieuworganiseren.nu/cases/holacracy-de-heilige-graal/

 

Angebot: Workshop für Wundernasen – Selbstorganisierte Organisationen


ameise1   Selbstorganisierte Organisationen – eine Einführung

Teal Organisationen tauchen immer mehr auf. Darum organisieren wir einen Workshop um die Konzepte und Prinzipien kennenzulernen auf denen die Selbstorganisierte Organisationen basieren.

Mit diesem 3-teiligen Abend-Workshop lernen Sie:

  • Wie Selbstorganisation funktioniert und praktiziert wird
  • Wie Sie eine Veränderung zur Selbstorganisation gestalten können
  • und nehmen erste Lösungsansätze oder ein Grobkonzept für Ihren Fall, Ihre Umgebung mit
  • Sie vertiefen das Thema mit eigener Praxis anhand von Aufgaben/Fallbeispielen

Details:
http://www.wyrsch-partner.ch/co/tl_files/pdf-files/Intro-Selforganisations_Factsheet.pdf

Wir sind auch gerne bereit diesen Workshop in anderen Städten oder Orten durchzuführen. Bitte nehmt mit mir Kontakt auf.

Herzliche Grüsse
Michael Wyrsch

Eine Konferenz zu Reinventing Organizations auf Deutsch


Ein Vortrag von Frederic Laloux auf deutsch.

Reblogged von Östermann (Link) mit folgendem Kommentar:

Der belgische Unternehmensberater Frederik Laloux hat viel Aufmerksamkeit erregt mit seinen Studien über Unternehmen, die Hierarchie und Maschinendenken weit hinter ich lassen und Organisationen als lebendiges Wesen verstehen.

Hier in diesem Vortrag erläutert Laloux auf deutsch, welches die drei wesentlichen Prinzipen sind, mit denen diese Organisationen den Dreh geschafft haben: Selbstorganisation, Ganzheitlichkeit, evolutionärer Sinn.

Alle drei Prinzipien schildert er sehr anschaulich und leicht verständlich am Beispiel der niederländischen Organisation für Nachbarschaftspflege Buurtzorg.

Sehr spannend, wie er erzählt, wie es sich auswirkt, wenn Buurtzorg den tieferen Sinn und Zweck ihres Tuns so beschreibt: Alte Menschen sollen ein reiches und autonomes Leben führen können.

Sehr lohnend, sich die Stunde Zeit zu nehmen.“

Reinventing Organizations: Jos de Blok über Organisationsstrukturen


Wir befinden uns in einem Wechsel unserer Umgebung. Unsere aktuellen Modelle von Energie, Finanzen und Gesundheitswesen sind nicht nachhaltig für die Zukunft. Wir brauchen neue Lösungen, die auf ökologische, menschenfreundliche Beziehungen basieren. Wir brauchen neue Organisationsstrukturen die auf Aussagekraft und neue wirtschaftliche Prinzipien fokussiert. Mit einem neuen Bewusstsein können wir die Lebensqualität der schwächsten Bürger mit geringeren Kosten verbessern.

Von diesen Ideen und Überzeugungen angetrieben wurde Buurtzorg in Holland im Jahr 2006 gebildet – eine Bewegung von Krankenschwestern, die beschlossen haben, die volle Verantwortung für ihre Patienten in kleinen selbstorganisierten Teams mit hoch qualifizierten Krankenschwestern zu übernehmen. Die Gruppe glaubt, dass durch die Vereinfachung der Organisationsstrukturen, sie können Gemeinschaften entwickeln und sich auf die sinnvolle und vertrauensvolle Beziehungen zwischen Pflegepersonal, Patienten und Nachbarschaften zu fokusieren.

Es gibt jetzt 8500 Krankenschwestern (2014), die auf diese Weise in ganz Holland – ohne Hierarchie, die Problemen für die Patienten lösen, die zusammenarbeiten, den Austausch von Ideen pflegen, die Schaffung neuer Lösungen initiieren und lernen, wie man sich mit neuen Problemen befasst. Die Bewegung zeigt, dass die Handwerkskunst, das Vertrauen und die Integration Vereinfachungen bietet, die sehr viel mehr für die Gesellschaft bringt,  als bürokratisch und hierarchisch Organisationen. In vielen Ländern werden die Menschen erkennen, dass diese Grundprinzipien  die tägliche Arbeit sinnvoller und nachhaltiger zu gestalten können.

Jos de Blok besucht der RSA, die 2014 Albert-Medaille für seine Vorreiterrolle als Gründer und CEO von Buurtzorg zu empfangen, und um zu zeigen, wie die Bewegung sich in den Rest der Welt zu verbreiten kann.

Referent: Jos de Blok, Gründer und CEO von Buurtzorg

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