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Verlangsamen um schnell zu gehen


change

Vor fünfundzwanzig Jahre gab es Faxgeräte und es dauerte Minuten um eine Seite von Daten zu übertragen und sie auf Wachspapier in kaum lesbaren Text auszudrucken. Das wurden damals als die Höhe der Kommunikationstechnik betrachtet. Diese großen, sperrigen Geräte brauchten eine Steckdose, um zu funktionieren und waren nicht sehr beweglich.

Heute können uns 4G Handys sofort eine Verbindung zu einer Person oder einem Stück von Informationen, überall in der Welt, zu jeder Zeit herstellen. Dieses vollständig tragbare Geräte passt in die Handfläche und benötigen nur eine geladene Batterie um es zu betreiben. Sie können Informationen zu Druckern, Websites weiterleiten, Facebook -Seiten editieren, E-Mail abfragen- überall, zu jeder Zeit kann man die Informationen erhalten, die man gerade benötigt.

Wie ist das bei Veränderungen?

Ich erwähne dies, weil während Handys eine Veränderung sind, die wir alle lieben (und manchmal hassen). Ich habe diese Tage gegen dieses unerbittliche Tempo des Wandels viel Push-Back bekommen. Immer mehr ich höre die Leute sagen: „Schon genug geändern! Warum kann die Welt sich nicht  etwas langsamer verändern, nur für eine Weile? “

Während ich mit diesem Gesichtspunkt sympathisieren, habe ich eine schlechte Nachricht: Änderung in absehbarer Zeit werden sich nicht verlangsamen. In der Tat, es wird nur schneller werden und das mehr als wir uns derzeit vorstellen können.

Laut einem aktuellen Bericht von KPCB ist der aktuelle Zyklus der Tech-Störung deutlich schneller und breiter als bei früheren Zyklen. Als Ergebnis werden neue Produkte und Technologien eine Neuinterpretation von fast allem auslösen mit dem wir in der Wirtschaft und im täglichen Leben zu tun haben. Nicht sehr ermutigend für diejenigen, die auf einen Wechsel der Gangart hoffen!

In der Wirtschaft, sehe ich nicht, dass das Problem sich viel ändert. Es ist nämlich so, dass wir es taub geworden sind. Veränderungen sind so allgegenwärtig geworden und so unerbittlich, dass wir nicht mehr die Zeit uns nehmen, darüber nachzudenken was es bedeutet. Statt zu pausieren, um Veränderungen zu überdenken, lassen wir es nur mit uns geschehen. Als Folge verpassen wir die Chancen zu gestalten. Und wir  gefährden unsere Unternehmen indem wir nicht wie einige Wettbewerbern uns die die Zeit nehmen zu  verlangsamen und zu beurteilen, was all diese Veränderungen bedeuten.

Um den heutigen Wandel mit Usain Bolt Geschwindigkeit zu bewältigen, müssen wir tun zwei Dinge zur Gewohnheit machen. Erstens, jedes Mal, wenn eine neue Technologie (oder innovative Anwendung einer bestehenden Technologie) in unseren Markt kommt, müssen wir innehalten und fragen:

  • Was bedeutet das für unser Unternehmen?
  • Was bedeutet es für unsere Kunden? Unsere Lieferanten?
  • Wie wird dies die Art und Weise verändern wie in unsere Branche Mehrwert für Kunden erzeugt wird?
  • Wie wird diese Wahrnehmung unserer Kunden ändern, wie können wir einen Mehrwert erzeugen?
  • Warum haben wir das nicht kommen gesehen?
  • Was können wir sicherstellen, dass wir die nächste große Veränderung nicht verpassen?

Zweitens, müssen wir in der Zeit einbauen um zu stoppen und auf die Daten zu schauen. Nicht die weichen Daten, sondern die harten Daten/Fakten.

Was ist der Unterschied? Harte Daten sind Informationen, auf greifbare, solide Fakten basieren. Weiche Daten erscheinen nur auf diese Weise. Harte Daten führt dazu die richtigen Fragen zu stellen. Weiche Daten führen dazu  Annahmen zu machen, die nicht wahr sein können oder eben nicht.

Angenommen, Ihr Umsatz ist in diesem Jahr um 20% gestiegen. Harte Daten ist die Tatsache, dass der Umsatz um 20% gestiegen ist. Weiche Daten sind alle Gründe an die Sie denken warum die Verkäufe gestiegen sind. Ihr Verkaufsteam arbeitet härter. Weitere Kunden sind in den Markt gekommen. Die Industrie als Ganzes ist im Aufwind. Es ist die Wirtschaft, usw.

Diese kann oder kann nicht der Fall sein. Aber in einer Welt, in der wir jeden Tag so schnell laufen wie wir können nur um Schritt zu halten, ist es einfach, auf diese Art von Daten zu zugreifen ohne die Zeit nehmen ihre Richtigkeit zu überprüfen. Und wenn unsere weichen Daten sich als falsch heraus stellen, kann es verheerende Folgen für unsere Entscheidungsprozesse haben.

Und deshalb, wenn uns der Instinkt sagt schneller zu laufen, müssen wir verlangsamen und überprüfen, ob wir in die richtige Richtung laufen. Und je mehr eine Veränderung beschleunigt, umso grösser ist die Notwendigkeit anzuhalten und sicherstellen, dass wir es richtig machen, bevor wir in unseren Märkten auf neuen Entwicklungen reagieren.

Anders als Dorothy im Zauberer von Oz, können wir nicht unsere Fersen klicken und uns zurück auf magische Weise zu einer einfacheren, langsamer Zeit versetzen. Wir können jedoch von Zeit zu Zeit unterbrechen, einen Blick auf die Daten und Fakten werfen und beurteilen, was der letzte Änderung für unser Geschäfts bedeutet. „Verlangsamen um schnell zu gehen“ wiederspricht der Intuition ist aber in der heutigen hyperschnellen Welt der einzige möglich Weg vorwärts zu gehen.

Aufruf zum Handeln: Bauen Sie bei jedem Management-Team-Meeting Zeit in die Agenda ein, um zu diskutieren, was die letzten Änderung  für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden bedeutet.

snail-fast

Übersetzt aus dem Englischen
Quelle: http://www.forbes.com/sites/work-in-progress/2013/01/15/slowing-down-to-go-fast/

Event: „Alles im Fluss“ – Veränderungen meistern bei einer Flussfahrt – 19. Juni 2015


flussboot

Alles unterliegt ständigem Wandel. Wie kann ich anstehende Veränderungen meistern? Was muss ich über Veränderungen wissen? Was kann ich bei kommenden Veränderungen besser machen?

Beispiele die im Vergleich zu einem Flusslauf stehen sind Veränderung der persönlichen Situation – Veränderungen in der aktuellen Kollegengruppe – Veränderungen in der Firmenleitung.

Der Fluss unterliegt ständig der Veränderung. Wasserstände ändern sich mit Niederschlägen. Treibgut schwimmt plötzlich mit. Kiesbetten verändern ihre Lage. Tiefen ändern sich.

Als Kanute muss man den Fluss beobachten, spüren und achten. Dann werden Veränderungen beherrschbar.

Unser Konzept
Um dem Wandel meisterhaft zu begegnen wollen wir als Changeologen eine Idee realisieren, die uns begeistert, uns nicht mehr los lässt und zu der wir spontan sehr viel positives Feedback erhalten:

Bei einer Paddeltour auf einem Fluss in der Schweiz wirst Du an die Boote herangeführt, das Steuern gelehrt und Sicherheitsübungen vollzogen.

Der Fluss nimmt die Hauptrolle ein. Seinen Verlauf werden wir durchpaddeln und an verschiedenen Merkmalen die Veränderung mit allen Sinnen wahrnehmen.

Der Praxisbezug wird schnell klar: der Moment zählt. Fahre ich rechts oder links um den Felsen herum? Fahre ich unter dem Baum durch oder darum herum? Schaffe ich die Schwelle paddelnd oder schiebe lieber das Boot? Will ich nass werden oder nicht? Entscheidungen werden abverlangt und schnell getroffen.

Diese Erfahrungen bringen wir für Dich. Mit diesen Erfahrungen kannst Du die täglichen Veränderungen nun selbstsicherer und Entscheidungsfreudiger meistern.

Was erwartet Sie?

thur

Eine Paddeltour auf der Thur.

  • Einweisung in die Technik des Paddelns und der Boote
  • Einführung in die Hydraulik (keine Panik – nur der Wasserverlauf in einem natürlichen Fluss)
  • Pausen am Ufer mit vielen Eindrücken aus der Natur
  • Der Fluss als Taktgeber – nicht die Uhr

Wir würden uns sehr über viele Teilnehmer freuen. Und über das Weitersagen!

Anmeldung via E-Mail change@wyrsch-partner.ch

Mehr Informationen: Changeologen_Alles-Im-Fluss_Factsheet

Digital obesity … – Gerd Leonhard zur Informationsflut


Digital obesity … – Gerd Leonhard zur Informationsflut.

via Digital obesity … – Gerd Leonhard zur Informationsflut.

Dieses Posting von Gerhard Östermann zeigt auf in welche Richtung wir mit der Informationsflut gehen. Dies ist eine weitere Veränderung der wir einfach ausgesetzt sind. Nun ist es an uns wie wir damit umgehen. Dazu einige Fragen die sich mir stellen:

  • Haben wir noch die Kraft uns einmal zurückzuziehen und in uns zu schauen?
  • Was ist die Quelle unserer Kraft? – Sicher nicht die Informationsüberflutung.
  • Wie kann ich es meistern, dass diese Informationsflut mich nicht ins Negative zieht?
  • Wo sind die Personen mit denen ich einen echten Dialog führen kann und so Informationen erhalte und verarbeite, die mir gut tun.

Eine gute Zeit, Michael

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