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Wie Lernen am besten gelingt – Prof. Dr. Gerald Hüther


Es scheint, dass wir Lernen als Vorgang noch nicht ganz verstanden haben. Gerade in der Kindheit werden da die Fundamente gelegt und als Eltern ist man sich dessen gar nicht bewusst. Ja man delegiert hier das Lernen an die Schule und ist dann überrascht, wenn die Kinder hier ausbrechen, weil ihr natürlicher Lerndrang kannibalisiert wird. Auch die heutigen Schulsysteme genügen bei weitem nicht und fördern das natürliche Lernen in keiner weise. Diese dann so abgerichteten Kinder kommen in die Arbeitswelt und haben vielmals die Begeisterung und den Lerndrang verloren.

In einem Artikel in der huffingtonpost beschreibt Gerald Hüther das sehr treffend:

„Der Schatz der frühen Kindheit

Diese Begeisterungsfähigkeit, diese enorme Lernlust und diese unglaubliche Offenheit der Kinder sind der eigentliche Schatz der frühen Kindheit. Und diesen Schatz müssen wir besser als bisher bewahren und hegen. Es geht also weniger darum, mit Hilfe von Förderprogrammen Kindern immer schneller immer mehr Wissen beizubringen. Was wir brauchen sind Programme, die verhindern, was viel zu häufig heute noch immer passiert, nämlich dass Kinder irgendwann die Lust am Lernen verlieren.

Das nämlich ist genetisch nicht programmiert. Die genetischen Programme sorgen lediglich dafür, dass im sich entwickelten menschlichen Gehirn ein enormes Überangebot zunächst an Nervenzellen und nachfolgend an Vernetzungsoptionen bereitgestellt wird. Dadurch wird gewährleistet, dass ein Kind so ziemlich alles lernen kann, worauf es in der jeweiligen Lebenswelt, in die es hineinwächst ankommt.

Diejenigen Nervenzellverknüpfungen, die es dabei immer wieder benutzt, um sich in dieser Welt zunehmend besser zurechtzufinden, werden stabilisiert. Der Rest wird wieder abgebaut. Am Ende hat jedes Kind ein Gehirn, das nicht nur optimal zu seinem Körper passt, weil es sich anhand der dort generierten Signalmuster bereits vorgeburtlich strukturiert.

Da sich dieser Selbststrukturierungsprozess auch nach der Geburt fortsetzt und in den komplexesten Bereichen des menschlichen Gehirns, im präfrontalen Kortex zeitlebens stattfindet, werden im Gehirn alle für einen Menschen im Lauf seiner Entwicklung bedeutsamen Wahrnehmungen, Handlungsmuster und Verhaltensweisen im Gehirn verankert.

Bedeutsam ist dabei allerdings nicht automatisch, das in der Schule angebotene Wissen, sondern das, was einem jungen Menschen hilft, sein Leben zu bewältigen, für ihn wichtige Herausforderungen zu meistern und Probleme zu lösen.“

 

Sein Fazit zum Schluss kann ich voll und ganz unterstützen:

Was also in unseren Bildungseinrichtungen geweckt werden müsste, ist das, was schon Saint-Exupery so eindringlich eingefordert hat: „Willst Du ein Schiff bauen, rufe nicht die Menschen zusammen um Pläne zu machen, die Arbeit zu verteilen, Werkzeug zu holen und Holz zu schlagen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem großen, endlosen Meer.“

Also machen wir uns auf und bringen diese Haltung auf in unsere Arbeitswelt. Das bedeutet aber für die bestehenden Führungskräfte, dass sie losslassen müssen, weniger Kontrolle, weniger Macht, weniger Einfluss auf den Weg der Firma – kurz gesagt: Sie werden wie normale Mitarbeiter (inkl. Salär).  Geht das?

Macht Lernen dumm?


In seiner Sendung spricht Richard David Precht mit dem Hirnforscher und Schulkritiker Gerald Hüther über den „Skandal Schule“. Was läuft warum falsch in unserem Bildungssystem?

Die brennenden Fragen sind:

  • Was steht einer dringend notwendigen, umfassenden Bildungsrevolution im Wege? Warum ist unser Bildungssystem so wenig lernfähig?
  • Warum bringen wir unsere Schulen und Hochschulen nicht auf die Höhe unseres Wissens über das Lernen?
  • Liegt es daran, dass ein völlig verändertes Bildungssystem, das nicht nur jedem eine gerechte Chance gibt, sondern kreative, eigenständige und unbequeme Persönlichkeiten hervorbringt, zugleich eine ganz andere Gesellschaft voraussetzt oder entstehen lässt?
  • Fördert das Ausbildungssystem ein hirnloses Repetieren?

Es ist also klar: Neue individuelle Schulmodelle müssen her. Ideen, wie das gelingen kann, gibt es viele – einige davon praktikabler als andere. Hier ein paar Ideen:

1. Lernen an praxisbezogenen Orten

Die Kinder sollen je nach Fach an einen Ort gehen, das mit dem Unterricht direkt in Verbindung steht. Je nach Schwerpunkt lernen die Kinder dann beispielsweise in einem Konzertsaal oder einem Startup-Büro. Gerade in dicht besiedelten Städten löst man so das Platzproblem. Außerdem spart die Schule Kosten für Gebäudeflächen.

2. Lehrer nicht als reine Lehrende, sondern als Potenzialentfalter

Die Gründerin der School for Excellence, Annabel Esman, erklärt das Konzept auf der Website der Schule folgendermaßen: “Unser Plan war es, eine Schule aufzubauen für Kinder und Jugendliche zwischen vier und 18 Jahren, in der jeder Schüler individuell in den Bereichen unterstützt wird, in denen er besonders gut ist.”

Diese Idee unterstützt auch der Hirnforscher Gerald Hüther. In einer Talkshow des „NDR“ sagte er, der zentrale Denkfehler im deutschen Schulsystem bestehe in der Annahme, man müsse Kinder belehren, sie bewerten, sie selektieren. “Wenn ein Kind aus einer Gruppe ausgeschlossen wird, weil es beispielsweise nicht den gleichen Lernrhythmus hat wie die anderen, werden im Gehirn die gleichen Netzwerke aktiviert wie wenn man Schmerzen zugefügt bekommt. Und da frage ich die Lehrer: Glaubt ihr, dass man was lernen kann, wenn man Schmerzen hat?”

3. Jeder lernt so schnell, wie er schafft

Ein häufiger Kritikpunkt am klassischen Schulmodell ist die mangelnde Flexibilität, was die Lerngeschwindigkeit angeht. In der Tat ergibt es wenig Sinn, alle Schüler in allen Fächern gleich schnell zu unterrichten. Einige brauchen etwas mehr Zeit, eine mathematische Formel zu verstehen, während sich andere mit dem Notenlesen schwerer tun.

4. Öffnungszeiten wie ein Geschäft

Auch zeitliche Flexibilität will die Schule anbieten. Sie soll 50 Wochen im Jahr von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. Damit wird sie ein Lernort, eine Lernoase.

5. Jahrgangsübergreifende “Lernbüros”

Ein Projekt, das schon seit Jahren erfolgreich läuft, ist die 2007 gegründete Evangelische Gemeinschaftsschule Berlin Zentrum. Sie ist angelegt nach dem Prinzip “ich kann” statt “du sollst”. Der Unterricht in Fächern wie Deutsch, Englisch und Mathematik findet in “Lernbüros” statt, in denen Schüler verschiedenen Alters zusammenkommen.

6. Selber entscheiden, wann die Klausur ansteht

In der Evangelischen Gemeinschaftsschule Berlin Zentrum bezieht sich die Eigenverantwortlichkeit der Schüler auch auf die Prüfungen. Erst, wenn ein Schüler das Gefühl hat, dass er den Stoff sicher beherrscht, meldet er sich für den Test an. Besteht er ihn, erhält er ein Zertifikat für den betreffenden Themenabschnitt. Auch hier gilt das von Rasfeld propagierte “ich kann” und nicht “du sollst”.

Noch sind derartige Projekte nur an Privatschulen realisierbar. Dort zahlen Eltern einen Beitrag, damit die Kinder in den Genuss neuer Lernkonzepte kommen. Es ist aber höchste Zeit, dass zumindest einige der Ideen, wie Lernen individueller, kreativer, spannender werden kann, auch in staatlichen Schulen ankommt. Oft scheitert die Erneuerung nämlich nicht am Geld – sondern am Willen zur Veränderung.

Quellen:

 

Training im Beruf, Training im Sport


Was sagt uns der Begriff Training?

Training ist ein planvoller Prozeß zur Optimierung von Fertigkeiten und Können. Wir sollten Unterscheiden zwischen Alltags(Beruf)- und Sporttraining.

Beispiele:

  • Alltagstraining
    • Jobtraining – für besondere Betätigungsfelder
    • Verhaltenstraining – für das berufliche Umfeld
    • Verkaufstraining – Argumentation gegenüber dem Kunden
  • Sporttraining
    • Körperliches Training – allgemeine Fitness (Ausdauer/Kraft)
    • Observatives Training – Handlungsbeobachtungen
    • Mentales Training – für Wettkampfstabilität

Es geht also in allen Bereichen um Verbesserung und einen Ist – Soll Vergleich.

Um sich einem sogenannten „Soll“ anzunähern bedarf es einer Zielvorstellung. Es darf sich allerdings nicht um ein „Normziel“ handeln, sondern um eine jeweils „individuelle Zielsetzung“.

Wenn man nun ein Endziel setzt, sollten die Zwischenetappen nicht vergessen werden. Ebenso wichtig ist die Methodik, mit welchen Mitteln man über die Etappen zum Endziel kommen könnte.

Beruf und Sport liegen jedoch auch in anderen Belangen des Arbeitsalltags nicht weit auseinander. Sie ergänzen sich förmlich. Was wir an Ausdauer, Kraft und Energie beim Training sammeln, können wir ganz gut bei der Arbeit einsetzen. Aber können wir auch umgekehrt davon profitieren, was uns die Arbeit beschert?

Vergleich Beruf – Sport

Erfolgreiche Projekte

Erfolgreicher Sport

Abnahme, Projektende

Wettkampf, Herausforderung

Anforderungsmanagement

Auswahl einer Disziplin, Zielsetzung Laufzeiten, Laufeventplanung

Budget

Aufwand und Nutzen

Know How, Architektur, Wiederverwendung

Trainingsmethoden, Altersgerechtes Training, Ernährung, Ausrüstung, Zusammenspiel

Kommunikation, Informationsweitergabe,Schnittstellen

Foren, Zeitschriften, Social Media, Lauftreffs, Vereine, Laufpartner, Arzt

Lebenslanges Lernen bis zum beruflichen Ausscheiden

Lebenslanges Lernen bis zum Lebensende

Pflichtenheft, Projektplan

Trainingsplan

Projektmanagement, -organisation

Zeitmanagement, Protokollierung des Trainings, Abgleich zwischen Soll- und Ist (Zeit, Umfang, Ressourcen, Qualität)

Tools, Technologien

miCoach, Wearables, Ausrüstung

Änderungsmanagement

Konstruktive Impulse oder unvorhersehnbare Ereignisse und Störfaktoren: Verletzungen, Krankheit,

 

Faktor Motivation

Sport ist meistens in irgend einer Weise immer ein Spiel, daher ist es an der Zeit, dass Elemente des Spielens in das Training der Mitarbeiter einfliessen und genutzt werden. Wenn die Spielifizierung des Arbeitsalltags erfolgreich sein soll, muss und wird sie bei den Mitarbeitern eine innere (intrinsische) Motivation erzeugen, ihnen einen echten Mehrwert verschaffen. Regelmäßige, echte Herausforderungen fördern die Eigenmotivation des Spielers, während simple Punktesysteme oder die Vergabe von Abzeichen keine dauerhafte Begeisterung erzeugen können. Der Trend zur Gamification wird in Zukunft, so die Prognosen von Experten, eine immer größere Rolle spielen – und auch von Bewerbern zunehmend nachgefragt werden. Wenn Unternehmen sich rechtzeitig darauf einstellen und langfristig motivierende Lösungen finden, kann die Spielifizierung im Berufsleben ein Erfolgsrezept für mehr Produktivität sein – und für den Spaß an der Arbeit sorgen. Denn ohne diesen Spass funktioniert Spielen nicht.

Zusammenfassung

Sportliches und berufliches Training ist ein planmäßig gesteuerter Prozeß bei dem die inhaltlichen, methodischen und organisatorischen Maßnahmen entsprechend einer Zielvorstellung, Zustandsänderungen der komplexen sportmotorischen Leistung, Handlungsfähigkeit und des Verhaltens entwickelt werden soll.

Und das ganze soll mächtig Spass machen!

2016: Die Schweiz bleibt globaler Innovationsführer


Der Global Innovation Index 2016 zeigt: Die Schweiz ist das Land mit der weltweit höchsten Innovationskraft – und das zum sechsten Mal in Folge! Sie liegt mit 66,3 Punkten vor Schweden (63,6 …

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Was wäre, wenn Ihre Arbeit nicht Ihr Leben beherrschen würde?


Der brasilianische CEO Ricardo Semler betreibt eine radikale Form der Unternehmensdemokratie. Er überdenkt alles von Vorstandssitzungen zu Urlaubsanträgen der Angestellten (sie müssen keine einreichen). Diese Vision belohnt die Weisheit der Mitarbeiter, fördert den Ausgleich zwischen Arbeit und Leben – und führt zu tiefen Einsichten darüber, worum es in der Arbeit und im Leben wirklich geht. Zusatzfrage: Was wäre, wenn Schulen auch so wären?

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