Gedanken, Ideen, Tips, etc. zu Veränderungen

Archiv für die Kategorie ‘Methode’

Der „Purpose-Process“-Kreis – ein Werkzeug um Unternehmen ganzheitlich zu betrachten


In der Praxis ist es nicht ganz einfach ein Unternehmen ganzheitlich zu betrachten und alle Dimensionen miteinander zu verbinden. Oftmals besteht zum Beispiel keine offensichtliche und sichtbare Verbindung zwischen Strategie und den Prozessen. Da ist es nicht verwunderlich, wenn einzelne Elemente ein Eigenleben führen und nicht mit den anderen aligniert sind.

Es ist auch schwer diese Verbindungen herzustellen und die Übersicht zu erhalten und zu wahren, weil diese Informationen sich an ganz verschiedenen Orten befinden.

Der  „Purpose-Process“-Kreis

Der  „Purpose-Process“-Kreis ist nun das Hilfsmittel um diese Übersicht zu erstellen und laufend zu ergänzen, so dass die Ganzheitlichkeit des Unternehmens erhalten bleibt. Dieser „Purpose-Process“-Kreis besteht aus konzentrischen Kreisen und beschreibt 4 Bereiche, die es erlauben die Brücke vom Zweck oder Mission/Vision des Unternehmens bis hinunter zu den einzelnen Prozessen und Prozeduren zu machen.

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Evolutionären Zweck

Das ist der Zweck der Existenz des Unternehmens der sich laufend weiter entwickelt kann und somit nicht in Stein gemeisselt ist. Er beantwortet die Frage: Was ist der tieferen Grund, dass diese Organisation besteht?

Werte

Die Werte einer Organisation ergeben sich aus dem evolutionären Zweck und aus den Menschen, die diese Organisation ausmachen. Dadurch das die Mitarbeiter diese Werte leben entsteht eine Kultur, die identifiziert werden kann. Auf keinen Fall können Werte einem Unternehmen aufgepfropft werden. So etwas wird immer künstlich wirken. Wenn neue Mitarbeiter in das Unternehmen kommen, werden sie viel von den bestehenden Werten übernehmen, aber diese auch von nun an mitgestalten.

Prinzipien

Prinzipien (von lat. principium = Anfang, Beginn, Ursprung, Grundsatz) stellen Grundsätze dar, die anderen Gesetzmäßigkeiten wie Prozessen übergeordnet sind. Sie werden aus den Werten und dem evolutionären Zweck geboren um bei aktiven Handeln eine Orientierung zu haben. Bei Unsicherheiten im täglichen Tun kann man das übergeordnete Prinzip zu Hilfe ziehen und so handeln, dass es eingehalten wird.

Prozesse & Prozeduren

Ein Prozess oder Prozedur (von lat. procedere = vorwärts gehen) ist eine Menge logisch verknüpfter und definierten Einzeltätigkeiten (Aufgaben, Arbeitsabläufe), die ausgeführt werden, um ein bestimmtes geschäftliches oder betriebliches Ziel zu erreichen. Ein definierter und dokumentierter Prozess ist in der Regel der bestmöglichste Vorgang eine Aufgabe zu bewältigen.

In der Realität zeigt sich jedoch, das nicht aller Abläufe so gut definiert und implementiert werden können, dass sie allen Anforderungen genügen. Daher adaptieren die Ausführenden den Ablauf jeweils so, dass er optimal ist und dem Kunden den maximalen Mehrwert liefern kann. In solchen Fällen ist es gut definierte Prinzipien als Fundament, auf das man sich stützen kann,  zu haben um gerade in einer hoch komplexen Welt überhaupt noch reagieren und agieren zu können.

Anwendung

Der  „Purpose-Process“-Kreis wird von Innen nach Aussen gefüllt, wobei die Bereiche Evolutionärer Zweck und Werte meistens stabil bleiben. Man sucht sich nun einen Bereich oder Sektor aus, den man betrachten will und ergänzt entsprechend den Kreis in den Bereichen Prinzipien und Prozesse & Proceduren. Dabei sollten die Beziehungen eventuell durch Verbindungslinien sichtbar bemacht werden. Bei der Aufnahme dieser „Bereiche“ gilt vor allem, dass man unvoreingenommen rein die bestehenden Fakten und Zustände erhebt. Es soll nicht interpretiert werden.

Erst wenn man den ausgefüllten „Purpose-Process“-Kreis vor sich liegen hat, soll man sich fragen was diese Sicht uns sagen soll und kann. Denn damit wird die Basis gelegt um positive und wirkungsvolle Veränderungen anzustossen.

Zur Illustration wurde ein „Purpose-Process“-Kreis der Firma patagonia erstellt (Quelle der Informationen ist die Web-Site). Sie zeigt was in den verschiedenen Bereichen sich befinden kann.

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Wann machen Sie Ihren ersten „Purpose-Process“-Kreis?

Die Power Point Vorlage können Sie hier anfordern.

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Menschen sind verschieden: Riemann-Thomann-Modell – #NOUN


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Das Modell können Sie nutzen, um Situationen aller Art vorzubereiten und zu analysieren. Es kann Ihnen z.B. dabei helfen, zu identifizieren, was Ihr Gesprächspartner jetzt gerade braucht.

  • Welche Bedürfnisse sind für Ihren Gesprächspartner gerade wichtig?
  • Welche Bedürfnisse bestimmen in der Situation Ihr eigenes Verhalten?
  • Wo haben Sie durch Ihr Verhalten ein Bedürfnis Ihres Gesprächspartners verletzt?

Außerdem kann das Modell dazu dienen, Entwicklungspotential zu identifizieren.

  • Wo macht die Übersteigerung eines Bedürfnisses mir das Leben schwer?
  • Welches Bedürfnis wird bei mir am einfachsten aktiviert?
  • Wohin möchte ich mich verändern?
  • Welches Bedürfnis möchte ich häufiger aktiv werden lassen?

Siehe auch: http://www.hypnose-burgdorf.ch/riemann_thomann.shtml

#NOUN #notizenunterwegs

 

Agil vs. Traditionell – #NOUN


Agil-vs-Tradition

Mit agilen Methoden näher am Kunden und mehr Zufriedenheit für die Mitarbeiter!

#NOUN #notizenunterwegs

Bewusster Übergang: Stille Meditation → Medititation in Aktion — #NOUN


Meditation in Aktion

#NOUN #notizenunterwegs

Verhaltenskarte für Leader – #NOUN


Verhaltenskarte-Leader

Sketch provided by Change Factory (www.changefactory.com.au)

Mit dieser kleinen Landkarte kann man als Vorgesetzter oder Mensch sein Gegenüber leichter charakterisieren und herausfinden wie fest man ihn unterstützen soll oder muss.

Definition Empathie: Empathie ist die Fähigkeit, wahrzunehmen, was in einem anderen vorgeht

Definition Selbstüberzeugung: Selbstüberzeugung (Selbstwertgefühl) ist das Gefühl für den eigenen Wert.

#notizenunterwegs #NOUN

Change Management ist ein Widerspruch in sich selbst!


door-672999_640Veränderung ist allgegenwärtig. Es ist und war immer ein Element unserer dynamischen Welt und gerade diese Dynamik scheint immer mehr zu wachsen.

In Organisationen kann es aufgrund von externen Ereignissen oder weil ein neuer gewünschter Zustand erreicht werden soll, zu Veränderungen kommen, . Allerdings kann eine solche „Änderung“ nicht „gemanaged“ werden. Das ist eine Illusion, denn

  • wir können Elemente des technischen Prozesses definieren und verwalten, die an der Erreichung des gewünschten Status beteiligt sind.
  • wir können die menschliche Seite des Prozesses nicht „managen“. Wir können höchsten begleiten und helfen.
  • wir Menschen sind unvorhersehbar und in Gruppen ist die Dynamik und Chemie unserer Interaktion noch grösser. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass dies „verwaltet“ werden kann.
  • die Menschen müssen sich eingeladen fühlen, ermutigt und inspiriert werden, aktiv eine Rolle beim Entwickeln der (ihrer) Organisation zu spielen, um den neuen gewünschten Status zu erreichen. Das heisst sie brauchen einen Zweck, wenn möglich gemeinsam und evolutionär oder zumindest einen guten Grund.

Eine erfolgreiche Veränderung konzentriert sich nicht auf „Management“; sie konzentriert sich auch nicht auf die Veränderung. Sie konzentriert sich auf den Zweck ihres Daseins.

Der Daseinszweck oder Sinn, der sich aus der Organisation selbst ergibt und „ganzheitlich erfassen und erschließen“ lässt wird meistens ist es ein Satz, der den Kern der Organisation ausmacht, und der kann sich auch wandeln oder entwickeln, formuliert.

Und dieser „Sinn“ hat eine wichtige Funktion, er ist die Grundlage der Organisation, der Treiber in Richtung Zukunft, die Kraft, die die Organisation und alle Mitarbeitenden vorwärts bringt. Dieser „Sinn“ ist das „Vorwärts“, dem entland man Veränderungen gemeinsam gestalten kann.

#notizenunterwegs #NOUN

Organisatorisches Engagement erreichen


Wenn organisatorisches Engagement erreicht wird, gibt es Bewusstsein, Verständnis und Akzeptanz der Veränderung in jeder Schicht der Organisation; Vom Management-Team, das den Wechsel vielleicht initiiert, bis zu den Mitarbeiter, die davon betroffen sein werden.

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Um die Veränderung erfolgreich zu bewältigen, sind zwei wesentliche Elemente erforderlich: Erleichterung und Förderung von organisatorischem Engagement und individuelle Annahme und Akzeptanz.

Die sechs Stufen des Engagements

Das Erreichen von organisatorischem Engagement bedeutet, dass alle Menschen in Ihrer Organisation, insbesondere Manager,

  1. die Veränderung verstehen
  2. die Veränderung als wichtig erachten, die Ursache sehen
  3. die Veränderung entstehen lassen
  4. die Veränderung ausprobieren und damit „spielen“
  5. die Änderung klar Priorisieren
  6. Das Neue in die Welt bringen, also Umsetzung und Vergrössern

Change Facilitation soll dazu die Hilfe geben, die Entwicklung ablaufen lassen ohne den Prozess zu stören und die richtige Umgebung für den Wandel zu schaffen.

1. Veränderung verstehen

Gute Veränderungen werden nicht vom Management befohlen. Das Management erkennt ein Handlungsfeld und bildet dann ein Kernteam (Mikrokosmos), das die Aufgabe hat dieses Feld anzusehen und so zu verändern, dass es zum Wohle von allen dient. Das Kernteam wird durch einen Facilitator begleitet und organisiert sich selbst.

Dieses Kernteam Erforscht das Problem, die Sache in der Tiefe indem es mit allen möglichen Mitteln das Feld erforscht. Also beobachten, entdecken, eintauchen, ausprobieren, befragen, Dialog suchen, inspirieren, etc.

2. Veränderung als wichtig erachten, die Ursache sehen

Aus dem Gesamtbild der Ergebnissen der ersten Phase können nun die Muster entdeckt , Einsichten gewonnen und Zusammenhänge gesehen werden. Es entsteht ein tieferes Verständnis. Man sieht den möglichen Nutzen und die tiefer liegende Ursache für die Veränderung.

3. Veränderung entstehen lassen

Nun gilt es für das Kernteam und ev. einen erweiterten Kreis den tieferen Sinn und Zweck zu sehen. Das Ganze muss erfasst werden und aus dem Inneren des Menschen entstehen. Ein kreative und auch spirituelle Phase, die Ruhe und Zeit braucht sowie vielmals eine andere Umgebung. Das Neue wird sich schon hier  (und erst hier) manifestieren.

4. Veränderung ausprobieren und damit „spielen“

Nun steigt man in die konkreten Schritte hinein. Ein Bild eine Vision ist da und man kann nun mit Brainstorming-Techniken Varianten, Lösungen entwickeln und definieren. Schlussendlich liegen hier mehrere Varianten vor.

5. Änderung klar Priorisieren

Die vielversprechendsten Varianten oder Lösungen werden mit Rapid Prototyping Methoden ausprobiert und simuliert. Man „spielt“ damit und involviert unbedingt den „Key-User“ in diesen Prozess.

Schlussendlich wird sich hier die beste Lösung für alle zeigen, die Lösung mit der man weiter machen will.

6. Das Neue in die Welt bringen

Die beste Lösung wird nun „in Produktion“ gebracht und als Testpilot mit strategischen Akteuren und Nutzern in der realen Welt genutzt. Die Erkenntnisse und Learnings aus diesem Pilot verbessern kontinuierlich das Neue.

Ab einem gewissen Reifegrad oder nach einer gewissen Zeit (hier sagt uns das Kernteam wenn es soweit ist) kann der Testpilot vergrössert, dupliziert, verbreitet, etc. werden. Die breite Masse kann nun die Veränderung, das Neue, Bessere nutzen.

Effekte

Wenn das Kernteam immer im Dialog mit der realen Umgebung ist, was durch dieses Vorgehen stattfindet, sollte die Organisation in einer Position sein, in der jeder an Bord ist und den Wandel bestmöglichst mit trägt. Erleichterung und Förderung von organisatorischem Engagement sowie die individuelle Annahme und Akzeptanz bildet sich automatisch aus.

Für die Hilfe bei der Erreichung organisatorischen Engagements in Ihrer Organisation, kontaktieren Sie uns heute.

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