Gedanken, Ideen, Tips, etc. zu Veränderungen

Archiv für die Kategorie ‘Kreativität’

Leadership Eigenschaften für eine fröhliche Weihnacht – #NOUN


Leadership-Weihnachten

Leadership für Weihnachten, der Schlüssel zum Erfolg!

#NOUN #notizenunterwegs

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Organisatorisches Engagement erreichen


Wenn organisatorisches Engagement erreicht wird, gibt es Bewusstsein, Verständnis und Akzeptanz der Veränderung in jeder Schicht der Organisation; Vom Management-Team, das den Wechsel vielleicht initiiert, bis zu den Mitarbeiter, die davon betroffen sein werden.

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Um die Veränderung erfolgreich zu bewältigen, sind zwei wesentliche Elemente erforderlich: Erleichterung und Förderung von organisatorischem Engagement und individuelle Annahme und Akzeptanz.

Die sechs Stufen des Engagements

Das Erreichen von organisatorischem Engagement bedeutet, dass alle Menschen in Ihrer Organisation, insbesondere Manager,

  1. die Veränderung verstehen
  2. die Veränderung als wichtig erachten, die Ursache sehen
  3. die Veränderung entstehen lassen
  4. die Veränderung ausprobieren und damit „spielen“
  5. die Änderung klar Priorisieren
  6. Das Neue in die Welt bringen, also Umsetzung und Vergrössern

Change Facilitation soll dazu die Hilfe geben, die Entwicklung ablaufen lassen ohne den Prozess zu stören und die richtige Umgebung für den Wandel zu schaffen.

1. Veränderung verstehen

Gute Veränderungen werden nicht vom Management befohlen. Das Management erkennt ein Handlungsfeld und bildet dann ein Kernteam (Mikrokosmos), das die Aufgabe hat dieses Feld anzusehen und so zu verändern, dass es zum Wohle von allen dient. Das Kernteam wird durch einen Facilitator begleitet und organisiert sich selbst.

Dieses Kernteam Erforscht das Problem, die Sache in der Tiefe indem es mit allen möglichen Mitteln das Feld erforscht. Also beobachten, entdecken, eintauchen, ausprobieren, befragen, Dialog suchen, inspirieren, etc.

2. Veränderung als wichtig erachten, die Ursache sehen

Aus dem Gesamtbild der Ergebnissen der ersten Phase können nun die Muster entdeckt , Einsichten gewonnen und Zusammenhänge gesehen werden. Es entsteht ein tieferes Verständnis. Man sieht den möglichen Nutzen und die tiefer liegende Ursache für die Veränderung.

3. Veränderung entstehen lassen

Nun gilt es für das Kernteam und ev. einen erweiterten Kreis den tieferen Sinn und Zweck zu sehen. Das Ganze muss erfasst werden und aus dem Inneren des Menschen entstehen. Ein kreative und auch spirituelle Phase, die Ruhe und Zeit braucht sowie vielmals eine andere Umgebung. Das Neue wird sich schon hier  (und erst hier) manifestieren.

4. Veränderung ausprobieren und damit „spielen“

Nun steigt man in die konkreten Schritte hinein. Ein Bild eine Vision ist da und man kann nun mit Brainstorming-Techniken Varianten, Lösungen entwickeln und definieren. Schlussendlich liegen hier mehrere Varianten vor.

5. Änderung klar Priorisieren

Die vielversprechendsten Varianten oder Lösungen werden mit Rapid Prototyping Methoden ausprobiert und simuliert. Man „spielt“ damit und involviert unbedingt den „Key-User“ in diesen Prozess.

Schlussendlich wird sich hier die beste Lösung für alle zeigen, die Lösung mit der man weiter machen will.

6. Das Neue in die Welt bringen

Die beste Lösung wird nun „in Produktion“ gebracht und als Testpilot mit strategischen Akteuren und Nutzern in der realen Welt genutzt. Die Erkenntnisse und Learnings aus diesem Pilot verbessern kontinuierlich das Neue.

Ab einem gewissen Reifegrad oder nach einer gewissen Zeit (hier sagt uns das Kernteam wenn es soweit ist) kann der Testpilot vergrössert, dupliziert, verbreitet, etc. werden. Die breite Masse kann nun die Veränderung, das Neue, Bessere nutzen.

Effekte

Wenn das Kernteam immer im Dialog mit der realen Umgebung ist, was durch dieses Vorgehen stattfindet, sollte die Organisation in einer Position sein, in der jeder an Bord ist und den Wandel bestmöglichst mit trägt. Erleichterung und Förderung von organisatorischem Engagement sowie die individuelle Annahme und Akzeptanz bildet sich automatisch aus.

Für die Hilfe bei der Erreichung organisatorischen Engagements in Ihrer Organisation, kontaktieren Sie uns heute.

«Der Mensch in der Arbeitswelt 4.0»


Immer mehr wird über die neue Arbeitswelt gesprochen. Jedoch liegt meistens der Schwerpunkt bei der Digitalisierung und den elektronischen Helferchen. Daniel Düsentrieb lässt grüssen:

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Die Montagsfrage

Das ist aber nicht das was uns als Menschen weiter bringt. Wir haben ein riesiges Potenzial zur Verfügung, das meisens ungenutzt herumliegt.

Jeden Montag beschäftigen sich die meisten von uns mit einer grundsätzlichen Frage. Höchst hypothetisch, suggestiv und meinungsmachend. Sie lautet: Was wäre, wenn wir Hierarchien abschaffen würden?

Für die meisten Menschen auf dieser Welt ist das Leben ein Kampf – ein Überlebenskampf. Jeden Tag sind sie Mächten ausgesetzt, die sie weder sehen, noch beeinflussen, geschweige denn bekämpfen können. Sie sind abhängig von dem was irgendwo in der Welt, weit weg von ihnen entschieden und verfügt wird. Haben sie Glück, wird es ihnen helfen (zumindest für eine gewisse Zeit), haben sie Pech, werden sie ausgebeutet, werden Hunger leiden, heimatlos oder sich sogar in Kriegen verheizen lassen müssen. Ganz so, wie es jemand anders für sie vorsieht.

Der Mensch ist nie und an keiner Stelle ein Gleicher unter Gleichen. Das sieht die Welt, so scheint es, nicht vor. Es ist ein wenig so, wie bei George Orwells „Farm der Tiere“, in der am Ende alle Tiere gleich – aber manche eben gleicher sind als andere. Und warum? Warum gibt es ein Prinzip, dass auf dem gesamten Planeten Unterschiede zwischen Menschen schafft, manche zu Unterdrückten und andere zu Unterdrückern macht?

Solche Menschen blühen dann in ihren Hobbys auf, wo sie die wahre Berufung finden. Aber warum nicht im Beruf?

Arbeitswelt 4.0 und Hierarchie

Da drängt sich die Frage auf: vertragen sich der Mensch in der Arbeitswelt 4.0 und Hierarchien?

Hören wir dazu Prof. Peter Kruse an:

Netzwerke und Hierarchie (Prof. Peter Kruse)

Eigentlich haben wir über Jahrhunderte eine Tradition der Verhinderung der Vernetzung. Das Fördern der Vernetzen ist das Loslassen der Verhinderung. (Prof. Peter Kruse)

Die Schlussfolgerung daraus ist, dass wir ein neues Zusammensein und -arbeiten gestalten müssen, bei dem der Beruf wieder berufung wird, bei dem wir wieder Mensch sein können. Wenn man eine aktuelle Stude dazu heranzieht (IAP Studie: «Der Mensch in der Arbeitswelt 4.0») mit den Themen:

  • Digitalisierung
  • Führung und Teamkommunikation
  • Mobil-flexibles Arbeiten
  • Personalentwicklung und Lernen in Organisationen
  • Digitale Erreichbarkeit und Gesundheit

Man sieht schon an den Themen, die gefragt wurden, dass der Wandel nun endlich beginnt. Und das macht Hoffnung! Jedoch fehlen zum Beispiel weitere entscheidende Themen wie:

  • Mitwirkung und Entscheidungsfreiheit der MitarbeiterInnen
  • Gestaltung der Organisation
  • Gemeinsamer Zweck
  • etc.

Wenn wir diese Themen auch noch einbeziehen, dann wird die neue Arbeitswelt entstehen. Eine Arbeitswelt, die je nach Aufgabe die optimale Form annimmt.

Definition Arbeitswelt 4.0(aus https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit_4.0)

Der Begriff Arbeiten 4.0 schließt an die Diskussion über die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) an, legt dabei aber den Schwerpunkt auf Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse – nicht nur im industriellen Sektor, sondern in der gesamten Arbeitswelt.[1] Die Gesellschaft stehe insofern vor der Herausforderung, dass technologischer Fortschritt nicht ausgebremst werden darf (kann), selbiger aber auch nicht dazu führen soll, dass Schutzstandards und Wesentlichkeiten der Arbeitswelt keine Berücksichtigung finden.[2]

Zusammenfassend kann der Begriff damit beschrieben werden, dass die zum Teil heute schon gelebten Arbeitsweisen, vor allem aber die Arbeitsweisen in den nächsten Jahren sich an die Herausforderungen und Möglichkeiten der digitalen Welt anpassen.[3] In diesem Zusammenhang umspannt Arbeit 4.0 den Veränderungsprozess der Arbeitswelt im digitalen Zeitalter.[4]

Agile Organisationen – miteinander mehr erreichen


Agil bedeutet beweglich sein, regsam und sich wendig auf Veränderungen einstellen zu können. Wer das bis in das hohe Alter schafft, bekommt viel Anerkennung von seinen Mitmenschen.
Doch nicht nur Menschen wollen agil sein. Auch Organisationen sind zunehmend auf der Suche, wie sie auf Veränderungen in der Welt schneller und wendiger reagieren können. Der Druck sich zu verändern wird durch die Folgen des Demographischer Wandel, der Klimapolitik und Digitalisierung größer und ebenso die Herausforderungen.
Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick, welche Methoden Organisationen nutzen können und welche Werte hinter dem Begriff agil stehen.

Tanja Föhr hat eine schönen Überblick zusammengestellt, der auch noch excellent illustiert ist.

Ein Read-Must für die Agilen unter uns – jedermann/jedefrau.

Siehe: Agile Organisationen – miteinander mehr erreichen

10 Mythen über demokratisches Management von Ricardo Semler


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Immer mehr Unternehmen fragen sich, ob traditionelle Kommando- und Kontrollstrukturen, mit denen sie in der Vergangenheit gearbeitet haben, immer noch Sinn machen, wenn ihre Leute nach mehr Autonomie, Sinn und Glück am Arbeitsplatz verlangen.

Ich glaube, Sie kennen die Antwort … vor allem, wenn Sie ein Führer sind der versucht, die besten Mitarbeiter zu gewinnen und behalten und so mehr Innovation und positive Auswirkungen in die Organisation zu bringen.

Ricardo Semler , ein international anerkannter  Katalysator für Veränderung zur mitarbeiter-ermächtigten Führung hat in den letzten 30 Jahren viel experimentiert mit diesem demokratischen Managementstil. Er hat alle Mythen und Einwände gehört, die gegen eine Organisation um deine Mitarbeiter aufgeführt werden können.

Hier teilt er mit uns zehn Mythen, die einen Leader davon abhalten könnten demokratische Praktiken umzusetzen. Diese Mythen sind:

  1. Es ist utopisch und naiv
  2. Es entsteht eine Anarchie
  3. Es ist nicht skalierbar
  4. Es ist altmodisch
  5. Es ist nicht nachhaltig
  6. Es ist zu teuer
  7. Es gibt viel verschwendete Zeit
  8. Es gibt viele Compliance-Risiken
  9. Es funktioniert nur, wenn ich alles ändere
  10. Es dauert zu lange

Hier ist seine Meinung dazu:

1. Es ist utopisch und naiv

Mythos : „Es ist schön in der Theorie, aber ich kann es nicht in meiner Realität anwenden.“

Realität : Es hat sich bewährt und funktioniert in vielen Unternehmen wie Semco, Morning Star, Buurtzorg, Netflix, Basecamp, Puffer und viele andere von der verarbeitenden Industrie bis hin zu Tech-Unternehmen.

2. Es entsteht eine Anarchie

Mythos : „Es fördert Insubordination und Mangel an Respekt für die Führer. Die Leute werden tun, was sie wollen. „

Realität: Wenn Erwachsene mit dem Respekt und dem Vertrauen behandelt werden, das sie verdienen, und wenn sie das Gefühl haben, dass sie auf einen größeren Zweck hinarbeiten, können sie sich organisieren und entscheiden, wie man die Dinge effektiv macht.

3. Es ist nicht skalierbar

Mythos : „Es könnte bei kleinen Firmen funktionieren, aber nicht für große multinationale Konzerne.“

Realität : Große Organisationen bestehen aus vielen kleineren Teams, die die Arbeit koordinieren. Und diese kleineren Gruppen von Menschen lösen zwischenmenschlichen Fragen, egal ob sie ein Teil der kleineren oder größeren Organisation sind.

 

4. Es ist altmodisch

Mythos : „Es könnte in den 80er und 90er Jahren funktioniert haben, aber die 2010er Jahre sind eine neue Welt.“

Realität: Organisationsfragen von heute ähneln im Wesentlichen denen von vor 30 Jahren, einschließlich der Verteilung der Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben, Remote-Arbeit, „Stammesfragen“ und Dresscodes. Das demokratische Management ist nicht überholt, weil die Art und Weise der Menschheit sich nicht dramatisch verändert hat.

5. Es ist nicht nachhaltig

Mythos : „Vielleicht könnte es für ein paar Jahre fumktionieren, aber nicht jahrzehntelang.“

Realität : Wenn die Leute zur Arbeit gehen wollen, wenn sie entscheiden, woran sie arbeiten und wie,  als auch wie sie auch bezahlt werden, warum sollten sie die Firma verlassen wollen? Die 30-jährige Erfolgsbilanz von Ricardo selbst beweist die Nachhaltigkeit des demokratischen Managements.

6. Es ist zu teuer

Mythos : „Wenn die Leute über ihre eigenen Gehälter entscheiden, wird die Organisation zu teuer.“

Realität : Wenn Sie alle Gehaltsinformationen offen teilen, ist es viel einfacher, die richtigen Gehälter und Kostenstrukturen zu bestimmen.Infolgedessen werden die Teams sich der Kosten bewusst, was zu einer allgemeinen Steigerung der Profitabilität führt.

7. Es gibt viel verschwendete Zeit

Mythos : „Es wird Lean, Scrum und agile Prozesse blockieren.“

Reality : Wenn die Menschen bereit sind und nicht verpflichtet die Dinge zu tun, und wenn Zwänge und Hindernisse für die schnelle Entscheidungen zu treffen entfernt werden, gibt es keinen Grund für sie nicht schnell zu handeln.

8. Es gibt viele Compliance-Risiken

Mythos : „Ich würde es gerne tun, aber das Gesetz erlaubt mir nicht.“

Realität : Gesetze und Regelungen sind leicht zu erfüllen , wenn ihre Absicht offen diskutiert und von Ihrem Team verstanden wird . Es ist leicht, sie zu illusorischen Zwängen werden zu lassen, aber das müssen sie nicht sein.

9. Es funktioniert nur, wenn ich alles ändere

Mythos : „Es gibt keine Plug-and-Play-Praktiken und Lösungen für mich.“

Reality : Die Mehrheit der demokratischen Praktiken sind einfach zu implementieren. Experimentieren sie damit und weiterentwickeln sie weiter in einem Tempo das für Ihre Organisation stimmt.

10. Es dauert zu lange

Mythos : „Ich muss schnell Resultate sehen, um daran glauben zu können.“

Realität : Schnelle Entscheidungen können zu schlechten Ergebnissen führen, vor allem bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern. Anhalten und denken kann auf lange Sicht oft zu gesparter Zeit und Energie führen.

 

Zum Schluss noch ein Zitat einer anderen Person:

“The role of the CEO is to enable people to excel, help them discover their own wisdom, engage themselves entirely in their work, and accept responsibility for making change.”
Vineet Nayar, Employees First, Customers Second: Turning Conventional Management Upside Down


Dieser Artikel ist eine Übersetzung von „10 myths about democratic management by Ricardo Semler“ auf http://www.leadwise.co/ .

Mit freundlicher Erlaubnis von Mariana Rego

„Begeistern statt entgeistern!“


Der Göttinger Gehirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther plädiert für eine Abkehr von der Egozentrik im Denken für die Nutzung der menschlichen Begeisterungsfähigkeit. –

Das heute in unserer Gesellschaft gepflegte Menschenbild ist eher „maschinenähnlich“: Wir bemühen uns darum, Gedanken von Gefühlen zu trennen, und legen schon in der schulischen Ausbildung Wert auf den „reinen Intellekt“, wobei der Erwerb von Wissen unabhängig vom Erleben des Kindes stattfinden soll; wir setzen den Begriff Seele mit Gehirntätigkeit gleich und stellen den freien Willen in Frage. Und nicht selten beruft man sich bei diesem „modernen Menschenbild“ auf die Gehirnforschung. Dabei könnten deren Erkenntnisse zu ganz anderen Schlüssen führen – wie aus diesem Gespräch mit Prof. Dr. Gerald Hüther, einem der bekanntesten Gehirnforscher Deutschlands, deutlich wird.

Dieses Gespräch mit Prof. Gerald Hüther fand für die Filmproduktion „Die Macht der Gedanken“ statt.

Weitere Informationen: http://gedanken-film.at

Der Ruf nach Freiheit – Vertraut endlich den Mitarbeitern!


Ich stelle hier eine neue Studie dem Wirken von Jean-Francois Zobrist in der Firma FAVI gegenüber.

Innovationsförderliche Arbeitswelten aus Sicht der Arbeitenden

Eine Studie von Hays, der ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft e. V. (ZAAG) und der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM). Mit empirisch-wissenschaftlicher Unterstützung des Lehrstuhls für Strategie und Organisation, Prof. Dr. Isabell M. Welpe, TU München.

Studie Freiheit vs. Sicherheit: Der Ruf nach Freiheit – Innovationsförderliche Arbeitswelten aus Sicht der Arbeitenden

Zusammenfassung

Mit überraschender Klarheit erklärt die weit überwiegende Mehrheit der Befragten, dass mehr Gestaltungsspielräume und Autonomie für sie entscheidende Faktoren sind, um innovativer zu sein. Der Ruf nach freiheitlichem Arbeiten in Deutschland ist stark – auf allen Hierarchieebenen, in allen Branchen, in kleinen wie in großen Betrieben, bei Frauen und Männern, bei Akademikern und Fachkräften, bei Jung und Alt. Bei allen weiteren Differenzierungen ist dieses generell hohe Niveau hinsichtlich des Wunsches nach Freiheit für innovatives Arbeiten zu berücksichtigen.

  • Zwei Drittel (68 %) der Befragten wünschen sich mehr Freiheit und Souveränität bei ihrer Arbeit.
  • Drei Viertel (76 %) würden ihr Engagement erhöhen, wenn sie über neue Produkte mitentscheiden dürften
  • Vier von fünf (80 %) sind gar überzeugt, dass mit einer stärkeren Teilhabe an firmenrelevanten Entscheidungen die Produktivität ihres Unternehmens steigt.

Ruf nach Freiheit: ein überwältigendes Ergebnis!


 

Kommentar: Soweit die Zusammenfassung. Interessant ist, dass der Begriff Freiheit in der Studie nicht genau definiert ist. Man kann ihn nur indierekt ableiten.


Beispiel FAVI

Die Firma Favi hat meines Erachtes diese Freiheit der Arbeitenden realisiert. Eine Beschreibung des Vorgehens von Jean-Francois Zobrist ist im Buch „Reinventing Organisations von Frederic Laloux“ ab Seite 72 (deutsche Version) zu finden. Das nachfolgende Video erklär sehr anschaulich was verändert wurde.

Seine Wirkung und Haltung lässt sich wie charakterisieren und beschreiben (nicht abschliessend und sicher nicht vollständig):

  • Management ist die Wissenschaft des Menschen, durch den Mensch und für den Mensch
  • Gehe zum Mitarbeiter ins „Feld“ (Produktion, Fabrik, dort wo der Mehrwert entsteht), dann siehst du die Sachen die nicht funktionieren.
  • Management manipuliert so, dass es den Menschen gut geht
  • Abschaffen aller unnötigen Aufwände:
    • keine Zeitkontrollen
    • kein Reporting
    • keine Sitzungen, wenn kein Problem da ist
    • eliminieren aller Unterstützungsfunktionen (Personalentwicklung, Planung, Zeiteinteilung, Konstruktion, Produktions-IT, Einkauf)
  • Aufbau von Kleinfabriken mit klarem Kundenfokus
  • Gratis Kaffee (damit die Zeit zum Bezahlen eingespart wird)
  • Abschaffung aller Boni

Damit wurde dem Arbeiter, den „Kleinfabriken“ die Verantwortung übergeben und ihm erklärt warum etwas zu machen ist. Er/Sie war(en) jedoch frei in der Art wie er/sie es machen. Und darin liegt der Schlüssel zur Freiheit, wie sich die Befragten in der Studie es sich wünschen.

Das Fundament der Firma FAVI steht somit auf folgenden Säulen:

  • der Mitarbeiter kommt zuerst
  • Wertschätzung
  • Vertrauen
  • Gegenwärtig Leben

und dies zusammen bringt eine höhere Produktion (Anzahl) und erhöht den Cashflow, so dass in die Firma wieder investiert werden kann und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Und dies geht einher mit einer sehr guten Kundenbeziehung, die sich im Motto der Firma klar manifestiert:

Par et pour le client

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Die 5 Säulen von FAVI sind:

  • Gemeinsamer Traum: Bestehen bleiben, glücklich leben , sich wieter entwickeln in Hallencourt
  • Ein gemeinsames Ziel: immer mehr und besser für weniger für meine Kunden
  • 2 Grenzwerte:
    • Der Mensch ist gut
    • Was immer ich tue, es muss für die Liebe meines Kunden dienen
  • Eine Einheit zur tatsächlichen Messung des Fortschritts: die produziert Anzahl guter Teile pro bezahlter Stunde
  • Ein Grundsatz der Solidarität: Eines Teils der (finanziellen) Ergebnisse wird gleichmässig an alle verteilt.

Kommentar: Ist das nicht die Freiheit, die wir uns wünschen?


 

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