Gedanken, Ideen, Tips, etc. zu Veränderungen


In der Diskussion mit vielen Personen habe ich entdeckt, das der Fall Favi (France) nicht bekannt ist. Das um so mehr als diese Fabrik ein klassischer Produzent von Fahrzeugteilen ist. Ich habe den Eindruck, dass obwohl der Fall im Buch „Reinventing Organisations“ erwähnt ist einfach irgendwie nicht attraktiv ist oder man erwartet so etwas in dieser Umgebung nicht. Und gerade deshalb bin ich auf die Suche nach weiteren Berichten und Materialien gegangen um sie hier ein wenig zusammen zu führen.

Der Titel oben „Das Marshmallow – Case Study Favi (France)“ wurde inspiriert vom nächsten Dokument. Das Marshmallow ist für mich Sinnbild und stellt exakt diese Selbstorganisation dar.(Ein franzöisches Rezept ist hier zufinden).

Daher ist es auch wichtig aus welchen Quellen das FAVI’s Management-Modell geschöpft hat:

(Zitat aus der unten angeführten Fallschilderung)
„Wenn wir den Menschen als großzügig mit seiner Zeit betrachten und wir ihn dann die Uhr kontrollieren, nicht den Klienten.
Das ist, warum wir seit den 80er Jahren begonnen haben, die Uhren, Auszeichnungen, Service-Personal, Läden, Büro’s sowie Verfahren, Planung, Start, Einkauf, kurz alle Strukturen, die den Menschen zurückhalten, zu entfernen.
Wir geben ihnen Befugnisse unter dem Namen der Freiheit des Denkens und Handelns als „Betreiber“.
So haben wir nach und nach ein „System“ unseres Systems entwickelt.
Dies ist kein System, das im Gleichgewicht betrachtet und durch unabänderliche Regeln geregelt werden kann! Wir führten ein Begriff der Unsicherheit ein.(der nicht der absolute Zufall ist). “

Die Ursprünge des FAVI-Systems sind vielfältig und lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Herr Zobrist Kenntnisse der Werke von Fauvet und McGregor, wenn er CEO von FAVI in 1983
  • Die Persönlichkeit von Herrn Zobrist, die „Enterprise Y“ darstellt
  • Management-Literatur aus den 80er Jahren, hauptsächlich Tom Peters und Ohno
  • die jüdisch-christliche Kultur als auch die ländliche Kultur der Picardie, einer Region im Norden Frankreichs
  • die Möglichkeit von FAVI-Besitzer, das Unternehmen zu führen, wie Herr Zobrist mag, wenn gesetzliche Verpflichtungen erfüllt sind und ein Gewinn erzielt wird

 

Kurz zu der Quelle dieser neuen Organisationsform:

Er ist 72 jährig und hat 47 Jahre für die gleiche Firma gearbeitet. Jean-Francois Zobrist repräsentiert wie kein anderer die Generation unser Eltern oder gar Grosseltern, welche mitgeholfen haben die Welt aufzubauen und zu dem zu machen, was wir heute haben.

Doch er hat verstanden, dass auch viele Fehler oder falsche Prioritäten gesetzt wurden. Es ging darum Geld zu verdienen und Eigentum und Reichtum zu erlangen. Doch dieser Weg führt zu keine Erfolg, wenn man ihn zu Ende denkt. Er hat als Firmenpatron von Favi bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrunderts festgestellt, dass „der Mensch gut ist, und keine Kontrolle braucht“. Das war der entscheidende Schritt zum Erfolg, wodurch Favi alle Krisen (z. Bsp. Finanzkrise 2008) unbeschadet überstanden hat, und auch heute noch sehr erfolgreich Jahr für Jahr tätig ist.

Im Interview erklärt er, warum die Generation Y es auch gut meint, und dazu beitragen wird dass sich nicht nur Leadership verändern wird, sondern unsere ganze Gesellschaft.

Weitere Unterlagen auf französiche sin in dieser Dropbox zu finden.

Die Mini-Fabrik ist hier beschrieben:

 

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