Gedanken, Ideen, Tips, etc. zu Veränderungen

Archiv für Juli, 2016

Regeln brechen auf Konferenzen leicht gemacht. Mission: Mehr Wissenstransfer


FÖHR

Sie kennen das. Eine Konferenz besteht aus ein paar Redenden oder Referierenden, die die Redezeit häufig überziehen, und ganz vielen Teilnehmenden. Die knappen Pausen sind manchmal das Interessanteste, weil man hier neue Kontakte machen kann, die einem im beruflichen Alltag weiter helfen könnten. Doch passt dieses Format immer noch immer? Oder müsste man sich nicht mal trauen etwas Neues auszuprobieren? Etwas, das das Gute vom alten Format mitnimmt und mit etwas Neuem ergänzt?

Die Organisatoren der Landeskonferenz „Gesund Altern 2016“ in Hessen die HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. hat sich getraut und ich habe beim Trauen mitgeholfen.

Unser Plan: Wir haben einen Hauptvortrag. Und wir haben vier Praxisberichte. Nach jedem Praxisbericht hatten die Teilnehmenden Zeit an den Tischen zu diskutieren, ob sie ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht haben, und welche Tipps sie für andere Kommunen hätten. Die Diskussionsergebnisse wurden auf Arbeitspostern und Post it´s von den Gruppen festgehalten und am Ende durch die…

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Die verborgene Weisheit der ältesten Menschen der Welt


Das Modell  der Australischen Aboriginal Gesellschaft für Nachhaltigkeit hat die längste Erfolgsbilanz auf Erden. Während Gesellschaften außerhalb Australiens entstanden, florierten und unter gingen , widerstand die Gesellschaft der Aboriginees und bewies seine Nachhaltigkeit über Zehntausende von Jahren dramatischer Ereignisse bis zu der Ankunft der Europäer im Jahr 1788 . Das ist eine außergewöhnliche Leistung, besonders wenn man bedenkt, dass dies etwas ist, mit dem die Menschheit nun kämpft: den Weg, wie eine wirklich nachhaltige Gesellschaft auf dieser Erde zu bauen ist. Wie haben die Aborigines das gemacht? Wie haben sie sich für die Nachhaltigkeit zu organisieren? Welche Art von Führung hat es erfordert? Sie müssen eine „Erfolgsrezept “ gehabt haben. Was war es? Könnten wir es rekonstruieren?

Vision für eine nachhaltige Welt

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Das Gemälde zeigt, wie unsere Aktionen auf dem Land und in den Flüssen werden auch in den Ozeanen gefühlt, dort wo der Fluss das Meer trifft. Die Malerei zeigt die Meeresschildkröte und die Süßwasser Schildkröte. Der Ocean ist in der Süßwasserschildkröte enthalten und die Flußlandschaft in der Meeresschildkröte, das zeigt die Verbundenheit und gegenseitige Abhängigkeit zwischen den beiden.
Wir wissen nicht, ob die Nhunggabarra die erste nachhaltige Gesellschaft gebaut haben, aber wir sind einigermaßen sicher, dass sie die längste dauerhafte Gesellschaft aufgebaut haben. Es ist nun an uns, von ihnen zu lernen und es nicht die letzte nachhaltige Gesellschaft zu sein lassen.

Mehr Informationen:http://treadinglightly.sveiby.com/

 

Die Zeichen der Zeit – können Organisationen verändert werden?


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Interview mit einer Firma.

Reporter: Guten Tag. Danke das Sie sich Zeit genommen haben für dieses kurze Interview.

Firma: Keine Ursache. Ich habe zur Zeit nur Standardaufgaben zu erledigen. Die automatische Produktion läuft auch ohne mich ausgezeichnet. Und die Menschen
gehen Ihren Aufgaben nach.

Reporter: Da hab ich gleich meine erste Frage: Wie kombinieren Sie Menschen mit den Maschinen im Produktionsalltag?

Firma: Mittels Verfahren. Die Menschen nennen das immer „Prozesse“ und erledigen das in „Rollen“. Meine Maschinen sind da einfacher. Die Maschinen erwarten die Rüstung oder wenn eine Maschine elektronisch gesteuert wird erwartet sie eine passende Programmierung.

Reporter: Was aber habe Sie als Unternehmen um die jeweiligen Aktivitäten oder bei den Maschinen die Funktionen anzustossen? Was ist der jeweilige Antrieb?

Firma: Bei den Maschinen ist das wieder einfach. Energiezufuhr an – Mechanik einstellen – und los geht die Produktion. Die Menschen sind hier viel sensibler zu handhaben. Ganz zu Anfang, in meiner Gründungszeit, war noch Enthusiasmus zu spüren. Die wenigen Menschen folgten Ihrer Idee und Vision. Die entsprechenden Tätigkeiten wurden definiert und aufeinander abgestimmt. Es gab viel Kommunikation unter den Menschen. Und immer wieder wurde auf meine Vision zurückgegriffen. Heute haben viele der Menschen im meiner Organisation ganz eng gesteckte Entscheidungsbereiche. Manchmal sogar nur bis auf deren Armlänge. Diese kleinen Entscheidungsbereiche wurden durch die Organisationsleitung meist in der Produktion platziert.

Reporter: Das klingt ein bisschen wehmütig? Haben Sie sich schon Gedanken gemacht die Motivation der Menschen anzuregen, zu verbessern?

Firma: Da sind mir alle Hände gebunden. Ich bin organisiert. Das muss ich als meine Spielregeln verstehen und einhalten. Ich bin ja gegründet worden aufgrund von Ideen eines Menschen. Dieser Mensch hat dann mit ersten Begeisterten eine Vision gestaltet. Und das wurde später zu meiner Strategie. Und meiner Organisation. Damit erschaffe ich die Produkte die der Vision eine gegenständliche Form geben und die Kunden befriedigen.

Reporter: Mal ehrlich – haben Sie denn noch gar nichts versucht?

Firma: Na ja – ich habe mich nicht wehren können als im Schatten der organisatorischen Verfahren und Berichtswege die Menschen untereinander Wissen ausgetauscht haben. Ich hatte den Eindruck das einige Menschen anderen Menschen auch gerne helfen. Und nicht nur die organisierten Aufgaben zu erledigen.
Die Maschinen sind mechanisch auf einige Funktionen begrenzt. Selbst wenn die Steuerungscomputer mehr untereinander kommunizieren würden hätte jede Maschine die Grenzen in Ihrer Mechanik um sich zu entwickeln. Da geht nicht viel zu verbessern. Die Menschen scheinen sich aber, mit dem Wissen anderer Menschen, verbessern zu können. Ihre Abläufe werden schneller und reibungsloser. Die Ergebnisse können verbessert werden. Und ich habe schon Menschen bei der Arbeit mit einem Lächeln im Gesicht gesehen.

Reporter: Das klingt nach wenig Entwicklung. Sie sagten aber „…im Schatten…“. Haben die Menschen denn noch nichts an deren Organisation verbessert?

Firma: Tja. Versucht wurde es. In einem Team ging es um ein Projekt zur Optimierung der Warenwirtschaft. Da haben sich die Menschen für das Projekt agil formiert, an einem KANBAN Board alles geplant und dann Aufgabe für Aufgabe abgearbeitet. Dieses Projekt war sehr schnell fertig und befriedigte die Organisationsleitung, die beteiligten Mitarbeiter und die Kunden wurden auch zufriedener. Die Warenwirtschaft läuft heute reibungslos.
Aber das war letztes Jahr. Und ich dachte dadurch würden die Menschen ermutigt noch mehr solcher neu organisierter Gruppenarbeiten einzuführen. Das ist aber noch nicht passiert.

Reporter: Haben Sie eine Ahnung wodurch diese fehlende Entwicklungslust gebremst wird?

Firma: Diese Änderung der Teamorganisation war nur erlaubt für das eine Projekt. Nun wird wieder das erledigt was in den Rollenbeschreibungen geschrieben steht. Dafür werden die Menschen ja auch entlohnt. Machen was der Vorgesetzte beauftragt und berichten wenns fertig ist. So läuft das in meiner Organisation.

Reporter: Können Sie sich vorstellen einige der Tätigkeiten der Menschen agil oder selbstorganisiert zu strukturieren? Und glauben Sie, das Ihre Unternehmensziel damit erreicht werden? Sie wissen schon: „Selbstorganisation, Eigenverantwortung, Entscheidungsfreiheit“.

Firma: Au ja. Das wäre prima. Die Menschen würden ja endlich mehr Selbstvertrauen gewinnen. Maschinen brauchen das nicht. Die werden geölt und repariert, dann läuft’s wieder. Die Menschen brauchen aber auch Schmierstoffe in Ihrem Kopf. Der scheint etwas komplexer zu funktionieren als die Steuerungscomputer. Und Gefühle der Menschen sind ja auch noch im Spiel. Wenn ich als Organisation nun den Menschen auch eine angenehme Umgebung bieten könnte. Die positiven Effekte lassen sich ja fast nicht in Worte fassen…!

Ich glaube fest daran das Menschen gerne ihre „Prozesse“ verändern um schneller und besser zu werden.

Reporter: Da kann sehr einfach geholfen werden. Die Changeologen bei der Wyrsch & Partner GmbH haben viele Möglichkeiten um diese Menschen-organisationen zu verbessern. Hauptsächlich schaffen wir Verständnis um die aktuelle Situation und zeigen damit Potenzial auf die die Menschen mit Ihren Organisationen haben. In Ihrem Fall würden wir  analysieren welche Teams heute schon ständig agil liefern könnten. Es muss ja nicht gleich alles auf einmal verändert werden.

Firma: Aha. Wie analysieren Sie denn die Organisation? Eigentlich ist doch alles in den Verfahrensbeschreibungen festgehalten?!

Reporter: Tja – da liegt Ihr Hauptpotenzial. Wie Sie schon berichteten, haben die Menschen „Schattenaktivitäten“, begleitend zu den normalen Aufgabenstellungen. Mit diesen Erfahrungen können die Menschen selbst die Situation analysieren und ihre Potenziale entdecken. Die Changeologen setzten dabei auf den spielerischen Ansatz. Mit dem neuen Spiel „Organizationality“ haben die teilnehmenden Menschen die Möglichkeit in neutraler Atmosphäre die aktuelle organisatorische Situation zu erkunden. Die Potenziale werden freigelegt. Sie vermitteln dann Grundwissen über die möglichen Veränderungen in unseren Trainings und setzten zusätzlich Entwicklungsspiele basierend auf der LUDOKI Methode ein.

Firma: Das lässt sich hören. Wo können meine Menschen diese Services abfragen?

Reporter: Jederzeit auf der Internetseite: www.wyrsch-partner.ch. Und sie bieten ständig die Möglichkeit diese Methoden auszuprobieren. Individuelle Demo-Trainings führen sie ständig für Kunden durch.

Firma: Danke. Das wird unsere Menschen und deren Organisation weiter bringen. Ich freue mich auf die nächsten Entwicklungsschritte.

Reporter: Vielen Dank für Ihre transparente Darstellung Ihrer Organisation. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und auch Spass bei anstehenden Veränderungen.

Disclaimer: Ähnlichkeiten mit bestehenden Firmen sind gewollt und 
keinesfalls zufällig 🙂

 

 

Illustrierte Version von Reinventing Organizations


Sie haben wahrscheinlich gehört, dass vor ein paar Tagen , eine illustierte Version von Reinventing Organisationen veröffentlicht wurde. Frederic Laloux hat ein kurzes Video, das Sie mehr über das Buch erzählt aufgenommen … und zeigt Ihnen einiges, was drin ist!

Was ist mit diesem Buch das Besondere ist, dass es nicht das gleiche Buch mit ein paar Bilder ist. Und es ist nicht einfach ein Comic-Buch. Es ist ein neues Format, das wir erfunden haben, und es bewog Frederic Laloux das Buch von Anfang bis Ende neu zu schreiben. Das Video sagt mehr darüber.
Das Buch ist bereits von den großen Online-Händlern wie Barnes & Noble und Amazon erhältlich und macht seinen Weg über die Vertriebskanäle des Buchhandlungen in die ganze Welt.

Englische Version (jetzt verfügbar,  der Preis auf Amazon ist zu hoch)

Deutsche Version (ab 1. November 2016)

 

Der Empathy-Test


Stellen Sie sich vor Sie fahren auf der Autobahn in der mittleren Spur. Es ist ein bisschen überlastet und Sie sind mit etwa 80 km pro Stunde unterwegs. Dann kommt ein kleines, ausgeleiertes Auto mit einem jungen männlichen Fahrer von hinten und fährt vor Ihnen in ihre Spur mit mindestens 120 km/h.

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Was machen Sie?

  1. Beschleunigen und versuchen, ihm näher zu kommen
  2. Fluchen oder wütend auf Ihn sein
  3. Einfach weiterfahren
  4. Fühlen Sie Sympathie für ihn

Ihre unmittelbare Reaktion

Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich das Szenario vor. Versetzen Sie sich in dem Moment. Was fühlen Sie? Was ist Ihre erste Reaktion?

Nun denken Sie, warum Sie sich so fühlen würden. Hat die Tatsache, dass der Fahrer jung war , um einen Unterschied gemacht? Oder, dass weil das Auto ausgeleiert, alt war? Wenn ja, warum?

Was ich Ihnen nicht gesagt habe…

Was ich ausgelassen hatte, dass noch eine andere Person im Auto war, die man nicht sehen konnte. Es war ein kleines Kind, das einen Asthmaanfall erlitten hat. Der Fahrer war der Vater des Kindes, und er raste wie wild zu einer Notaufnahme um Hilfe zu bekommen.

Nun, wie würden Sie die obige Frage beantworten?

Üben Sie Ihre Pause-Taste

Dieses Szenario ist häufiger als man denkt. Statt sich aufzuregen über die Fahrweise von jemandem anderen, könnte es  eine E – Mail gewesen sein, die Sie erhalten haben , oder die Art und Weise wie die Bedienung Ihnen Ihren Kaffee gegeben hat. Wenn etwas da ist, was Sie reizt, können Sie fast instinktiv mit negativen Emotionen reagieren, wie zum Beispiel: Wie unhöflich! Was für ein Idiot!  Es kann einen Teil des Tages zu ruinieren, und oft liegen Sie völlig falsch.

Jede Interaktion – im Auto, per E-Mail, im Café – ist eine Chance, den Empathy Test zu machen, zu pausieren und sich zu fragen „Ist das, was ich denke, absolut wahr?“ Und „Wie könnte dies aus seiner Sicht aussehen?“

Je mehr Sie üben mit diesen einfachen Pause – Taste , desto besser werden Sie in Hinblick auf andere Möglichkeiten und andere Sichtweisen . Sie werden glücklicher sein, und Sie werden Ihre Beziehungen finden , um diese mit anderen verbessern.

Quelle: http://workingoutloud.com/blog/the-empathy-test/

 

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